Bikepacking Dänemark: Lessons Learned

Die erste Bikepacking-Tour ist vorbei. Es war anders, als die bisherigen Fahrradtouren, aber Dänemark ist für solche Touren meiner Meinung nach sehr gut geeignet. Und es hat Spaß gemacht, mal „anders“ mit dem Fahrrad zu reisen.

Bikepacking mit Camping-Sachen von Camping-Platz zu Campingplatz oder von Shelter zu Shelter muss man mögen. Es ist sehr minimalistisch und es fehlt sicher einiges an Komfort, den man sonst hat, wenn man von Hotel zu Hotel reist. Aber für Dänemark ist Bikepacking eine gute Lösung. Denn es gibt relativ wenige Hotel in passendem Preisrahmen und man wird dann in der Routenplanung unflexibler.

Was die Shelter angeht, so würde ich bei der nächsten Bikepacking-Tour doch etwas mehr Wert auf ein bisschen Komfort legen: Toilette, fließend Wasser – oder ein Shelter an einem Campingplatz. Aber bei der Suche und beim Buchen helfen die sehr gute Shelter-App und die Webseite https://bookenshelter.dk/.

Bikepacking heißt natürlich auch: Einkaufen, damit man abends was zu essen hat. Und natürlich auch morgens, wenn man nicht wie wir morgens beim Bäcker oder beim Supermarkt vorbeifahren will. Da ist das dann auch gut, wenn man zu zweit oder mit mehreren unterwegs ist. Einer geht einkaufen, der andere passt auf die Fahrräder und das Gepäck auf. Ansonsten hätte ich doch Sorge um mein Gepäck. Man kann natürlich Fahrradtaschen auch abschließen und Dänemark machte auf mich auch den Eindruck, als ob es ein entspanntes und durchaus sicheres Land ist – aber ich möchte nicht plötzlich in einem dänischen Dorf ohne alles dastehen.

Beim Einkaufen gilt generell, dass es teurer ist als in Deutschland. Das Preisniveau soll etwa 25% höher liegen als in Deutschland (das habe ich aber nicht nachgerechnet). Wir haben einfach und sparsam gelebt – und dass, was man beim Einkaufen mehr ausgibt spart man ja bei den Quartieren. Teilweise sind die Shelter kostenlos, teilweise kostet es umgerechnet ca. 10 – 15 EUR.

Die Tagesetappen waren OK, 70 – 80 Kilometer, mit viel Zeit für Fotostops, Kaffeepausen oder das ein oder andere Warten, wenn einem die Fähre vor der Nase weggefahren ist. Wie man an den Zeiten sieht, haben wir uns auch immer Zeit gelassen. Es ist ja Urlaub.

Die Fähren lassen sich problemlos über die Webseiten der Reedereien online buchen. Allerdings sollte man insbesondere bei längeren Tagesetappen die Abfahrtszeiten beachten und seine Planung danach ausrichten.

Gepäckmäßig haben wir nichts vermisst: klar, neben den „normalen“ Sachen für einen Radurlaub braucht man noch einiges mehr (siehe unten), aber wenn man das dabei hat, dann klappt es auch mit dem Zelten. Und man ist ja nicht komplett weg von der Zivilisation.

Wenn ich die Strecke nochmal fahren würde, dann würde ich aber in Flensburg starten und Richtung Kopenhagen fahren. Ein bis zwei Tage in Kopenhagen sind dann ein schönes Highlight zum Abschluss. Und außerdem hat man dann wohl mehr Rückenwind.

Was kommt zusätzlich ins Gepäck?

  • Zelt
  • Isomatte
  • Schlafsack
  • Toilettenpapier, feuchte Tücher
  • Müllbeutel
  • Kocher (mit voller Gaskartusche!)
  • Feuerzeug oder Streichhölzer
  • Topf
  • Geschirr
  • Besteck
  • ein Minimum an Gewürzen
  • eine Extra Wasserflasche für das Koch-Wasser
  • Spülschwamm und Trockentuch
  • ein kleines Sitzkissen

Packlisten im Internet

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