Tag 4: Von Hameln nach Minden

Am heutigen Tag werden wir das Weserbergland verlassen. Von Hameln geht es über Rinteln, Bad Oeynhausen und Porta Westfalica nach Minden. Insgesamt 70 Kilometer.

Unser Hotel hat kein Personal, daher gehen wir zum Frühstück in eine nahegelegene Bäckerei. Vorher haben wir noch unser Hotel für die übernächste Nacht umgebucht. Auch dieses Hotel bietet kein Frühstück, hat aber eine Eisdiele und eine Pizzeria. Damit wären zumindest die Nach-Tour-Verpflegung und das Abendessen geklärt. Und für das Frühstück übermorgen findet sich auch eine Lösung. Aber erst einmal geht es nach Minden.

Wie in den letzten Tagen kommen wir auch heute etwa gegen 10 Uhr los. Das wird so unser normaler Rhythmus. Durch die Altstadt fahren wir zurück zur Weser.

Überall in Hameln wird man an die Rattenfängersage erinnert

Es weiter die Weser hinunter. Blauer Himmel, gute Radwege, es geht stetig leicht bergab – besser könnte es nicht sein. Es ist wieder einmal eine entspannte Reise die Weser entlang. Wir fahren immer mal wieder an der Bundesstraße 83 entlang, das ist aber kein Problem, denn es gibt hier einen guten Radweg. Mehr und mehr säumen kleine Seen den Weg. Baggerseen, aus denen der Kies, den die Weser vor vielen Jahren hier hin transportiert hat, abgebaggert werden und Fischteiche, die teilweise ehemalige Baggerseen sind. Viele sind auch Naturschutzgebiet. An Hessisch Oldendorf vorbei kommen wir nach knapp 30 Kilometer nach Rinteln.

Fahrradweg mit Obstbäumen rechts
Unterwegs nach Rinteln – Obstbäume säumen den Radweg

In Rinteln machen wir kurz in einer Bäckerei Pause, es gibt ein zweites Frühstück.

Auch hinter Rinteln gibt es viele dieser kleinen Seen; geradeaus geht es an diesen Seen vorbei und so können wir die ein oder andere Weser-Schleife abkürzen.

Bestes Fahrradwetter vor Rinteln

Das Wesertal wird zusehends breiter; die Strecke ist weiterhin flach, dazu gutes Wetter – Radfahrerherz, was willst du mehr. Vor Uffeln haben wir die einzige „größere“ Steigung des Tages. Es sind zwar nur 30 Höhenmeter, also kein Vergleich zu Touren in den Bergen, aber nachdem es bis jetzt praktisch nur bergab ging, merkt man die kurze, aber heftige Steigung schon. An Uffeln vorbei kommen wir nach Bad Oeynhausen. Dort überqueren wir auf der Autobahnbrücke die Weser. Das Tal ist hier breit, es gibt nicht nur die Weserbrücke, sondern auch noch die Flutbrücke, wenn der Fluß Hochwasser hat.

Nach einigen Kilometern kommen wir in Bad Oeynhausen wieder an die Weser. Wir sehen zwei große Holzliegestühle mit Blick auf die Weser. Das ist ein Zeichen: wir machen Pause.

Pause in Bad Oeynhausen

Knapp zehn Kilometer kommen wir zum Abschluss des Weserberglandes: Porta Westfalica mit der „Porta Westfalica“, dem Weserdurchbruch in Richtung der Norddeutschen Tiefebene. Sie wird überragt vom Kaiser-Wilhelm-Denkmal. Vom Weser-Radweg bis dort oben sind es 170 Höhenmeter – das sparen wir uns.

Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Der Himmel zieht sich langsam zu, da ist es gut, dass es nur noch sieben Kilometer nach Minden sind, unserem heutigen Tagesziel. Unser dortiges Hotel ist eine Gründerzeit-Villa. Mal sehen, was uns da erwartet.

Nach dem Duschen das übliche Programm: Stadtbummel, Abendessen, Feierabend.

Strecke: Hameln – Rinteln – Bad Oeynhausen – Minden

Länge: ca. 70 km

Dauer: 5:30 h – inkl. Pausen

Die Strecke von Tag 4
Graph GPXSee / Kartenmaterial (c) OpenStreetMap-Mitwirkende

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